24 April, 2015

Fakeradwegehauptstadt Hamburg: Erneuerung an der Habichtstraße ohne Nutzen für Radfahrer

Renewal of fake cycle track at Habichtstraße without any benefit for cyclists


© hamburgize.com / Stefan Warda


Fakeradwege: Behörden verhöhnen Radfahrer

Eine der unangenehmsten Straßen für Radfahrer befindet sich in Hamburg-Barmbek. Die Habichtstraße, Teilstück des "Ring 2", ist wenig einladend. Für Radler wurde kein Platz vogesehen. Und in kaum einer Straße Hamburgs wird es wohl so viele regelwidrig fahrende Radler geben wie hier - zumindest gemessen an der Zahl der hier fahrenden Radler. Bislang sind Kontrollen durch die Fahrradstaffel nicht bekannt. Nun hat die Stadt den Radweg ausbessern lassen. Radler haben dadurch überhaupt keinen Gewinn und fahren weiterhin regelwidrig neben dem Fakeradweg auf dem Gehweg - und alle wissen das.


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Soll das ein Radweg sein oder kann das weg?

 

Radweg oder Parkplatz?

Bekannt wurde der unhaltbare Zustand der Radverkehrsführung mehr als zehn Jahren, als Radler auf das regelwidrige Parken der Stehzeuge aufmerksam machten. Die meisten Autos stehen nicht in der dafür vorgesehenen Parkbucht, sondern halb in der Bucht und halb oberhalb der Bucht bis auf dem "Radweg". Damals erwogen die Behörden einen gemeinsamen Geh- und Radweg einzurichten - wie an der Langenhorner Chaussee geplant. Das Kampfparken, welches die Benutzbarkeit des "Radwegs" beeinträchtigt, wurde nie abgestellt - keine Konrollen, kein Abschleppen, rein gar nichts. Nun wurde vollkommen dreist der Belag des "Radwegs" ausgebessert. Doch in der Dooringzone der Dauerkampfparker radelt es sich nicht gut, weil zu gefährlich. Wer keinen ausreichenden Abstand zu parkenden Autos hält, rasselt in eine sich öffnende Tür und trägt unter Umständen einen Teil der Unfallfolgen.


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Etikettenschwindel: Das ist kein Radweg

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Fakeradwegehauptstadt Hamburg

Wem also nützt dieser Umbau? Der neue Senat mit seiner "Fahrradstadt"-Kampagne müsste sich eigentlich dieses Themas annehmen, damit Hamburg nicht weiter Fakeradwegehauptstadt Deutschlands bleibt.





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Radverkehr in bayerischen Städten: München, Nürnberg, Erlangen, Landkreis Fürth - Audiobeitrag

Cycling in Bavaria


http://br.de/s/1hb4D8p


Der bayerische Rundfunk stellt die Situation um Bayerns Alltagsradverkehr vor. Welche Städte sind Vorreiter, wo zwickt es, welche Perspektiven zeichnen sich ab. Funktioniert Bayerns Radverkehrspolitik ohne Konflikte mit Autofahrern?


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Eppendorfer Landstraße: Radwegende soll sicherer werden

Eppendorfer Landstraße: More safety for cyclists at end of cycle track


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Radwegende Eppendorfer Landstraße

Die von hamburgize.com bemängelte Radverkehrsführung in der Eppendorfer Landstraße soll verbessert werden. Wie berichtet ist der historische "Radweg" seit einiger Zeit unterbrochen. Zwischen Hegestieg und Haynstraße wurde der "Radweg" entfernt. Das Befahren des Gehwegs wurde ersatzweise aber nicht erlaubt. Am Ende des noch vorhandenen Radwegrestes fehlt aber eine sichere Aufleitung auf die Fahrbahn. Derzeit weichen daher viele Radler regelweidrig auf den Gehweg aus.


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Der Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, dass eine Aufleitung auf die Fahrbahn erfolgen soll und ein Gesamtkonzept für die Radverkehrsführung in Eppendorfer Landstraße und Eppendorfer Baum folgen soll.

1. Solange der alte Radweg zwischen Eppendorfer Baum und Hegestieg noch vorhanden ist, wird am Hegestieg eine sichere Ableitung für den Fahrradverkehr auf die Eppendorfer Landstraße errichtet.
2. Mittelfristig wird für den gesamten Abschnitt vom U-Bahnhof Eppendorfer Baum über die große Kreuzung an der Eppendorfer Landstraße bis zum Eppendorfer Markt ein Konzept für eine einheitliche, sichere Führung für den Fahrradverkehr entwickelt.


Radweglücken entlang Luruper Hauptstraße ernten ebenfalls deutliche Kritik

Im Verlauf der Luruper Hauptstraße wurden an fast allen Bushaltestellen die Radwege unterbrochen. Radfahrer hatten dort die Wahl auf der Fahrbahn zu fahren, als Fußgänger zu gehen, oder als Kampfradler die Lücken zu schließen. Im Verkehrsausschuß Altona wurde diese Woche ein Antrag behandelt, der sich für eine durchgängige Radverkehrsführung einsetzt.
Die Bezirksversammlung fordert die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) gemäß § 27 BezVG auf, die Radwege an der Luruper Hauptstraße wieder durchgängig herzustellen. Falls dies nicht möglich ist, die Weiterfahrt der Radfahrer durch ein Schild – z.B. Schild Nr. 1022-10 „Radfahrer Frei“ – zu ermöglichen.


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23 April, 2015

Fünfzig empfohlene Fahrradblogs

50 recommended german bike blogs

Fahrradjournal empfiehlt 2015 ganze fünfzig Fahrrad Blogs, von A wie ADFC Blog bis Z wie Zukunft Mobilität. Auf ein Ranking wurde dieses Jahr verzichtet. Schließlich handele es sich bei der Auswahl fast um die Top Blogs. "Nur das man sich die Highlights diesmal, ganz ähnlich wie im echten Leben, selber suchen muss."

Umfrage zur Langenhorner Chaussee: Mehrheit wünscht sich eigene Radverkehrsanlagen

Survey: Majority asks for seperated bike lanes or bike tracks along Langenhorner Chaussee

Aktualisiert um 09:24
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Der LSBG bzw. die Verkehrsbehörde wollen noch dieses Jahr die Nebenflächen der Langenhorner Chaussee umgestalten. Geplant ist eine einheitliche Gestaltung der Nebenflächen und zukünftig die Anordnung einer Gehwegbenutzungspflicht. Eine Unterteilung zwischen Radweg und Gehweg soll zukünftig entfallen. Hamburgize.com fragte die Leser nach ihren Wünschen zur zukünftigen Radverkehrsführung auf der mehr als fünf Kilomter langen Hauptverkehrsstraße. Die Umfrage zum Umbau der Langenhorner Chaussee ist nun abgeschlossen.


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An der Umfrage nahmen 175 Personen teil. Die Mehrzahl, nämlich 57% wünschten sich vom Auto- und Fußgängerverkehr abgetrennte Wege. 31% wünschten sich Radwege nach Kopenhagener Vorbild, 25% Radfahrstreifen nach Hamburger Modellen. 34% der Befragten gaben an auf der Fahrbahn fahren zu wollen, die Mehrzahl davon bei Tempo 30. 4% wünschten sich Schutzstreifen, die vom MIV auch zum Halten benutzt werden dürfen, sowie auch überfahren werden dürfen, falls dies erforderlich ist. 2% wollten den Istzustand beibehalten, also unbenutzbare "Radwege", bei denen Radler ebenso die Fahrbahn benutzen müssen. Dagegen wollten nur 3% den Planngen des LSBG folgen und zukünftig auf Gehwegen in Dauerkonflikt mit Fußgängern radeln.


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Der LSBG bzw die Verkehrsbehörde täten gut daran die Planungen nochmals zu überdenken.


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