29 September, 2014

"Zum sicheren Radfahren gehört natürlich das Absteigen und Schieben auch dazu"

"Dismounting and walking belongs to safe cylcing, of course"


© hamburgize.com / Stefan Warda


Die Fehlplanung des Kreisverkehrs am Norderstedter Ochsenzoll erhitzt die Gemüter sowohl der Radfahrer, wie auch der Befürworter des fertiggestellten Projekts. Interessant wird es, wenn Radfahrer das Nichtvorhandesein von Radverkehrsführungen begrüßen und anderen Radfahrern vorschreiben wollen sich am Kreisverkehr als Fußgänger zu verhalten, vom Rad abzusteigen und das Rad zu schieben. Wieso wird so etwas nicht auch von Autofahrern verlangt?


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Wie schon mehrfach berichtet hat die große Kreuzung am Ochsenzoll in Norderstedt vor einem Jahr ein neues autoverkehrsgerechtes Kreuzungsbauwerk erhalten. Für den Autoverkehr gibt es einen Kreisverkehr mit Bypässen und einem zusätzlichen Tunnel, für Radfahrer wurde vorgesehen als Fußgänger Treppen zu steigen oder ggf. Auzüge (falls diese funktionieren) zu benutzen, einen Fußgängertunnel zu benutzen oder aber vor dem Queren der Zu- und Ausfahrten des Kreisverkehrs abzusteigen, sowie große Umwege um die Kreuzung zu bewältigen. Auch für Fußgänger gibt es zum Teil keine direkten Kreuzngsmöglichkeiten am Kreisverkehr.

Abendblatt-Leser Jürgen Heiman meint jedenfalls, dass Absteigen und Schieben zum sicheren Radfahrer dazugehören. Meint Herr Heiman damit, dass es am "Knoten Ochsenzoll" keine Radverkehrsanlagen gibt und Radfahren dort verboten sei?


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Velogista: Berliner Startup für Schwerlasträder

Velogista: Startup for heavy duty cargo bikes

http://svenska.yle.fi/artikel/2014/08/26/berlin-paketcykeln-ska-ta-over


"Ich ersetze ein Auto" ist der Slogan, mit dem zahlreiche BULLITT-Lastenräder in einigen deutschen Städten unterwegs sind. Das Berliner Sartup-Unternehmen Velogista will die Kapazitäten von Lastenrädern über das Ladevolumen einspuriger Lastenräder deutlich erweitern. Mit zwei dreirädrigen Prototypen mit verstärkten Rahmen und einer Ladefläche, die einer Europalette entspricht, wollen die Berliner mehr Ladevolumen per Fahrrad transportieren und damit den städtischen Lieferverkehr revolutionieren.


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27 September, 2014

Landungsbrücken: Radspuren ersetzen Fakeradwege

Landungsbrücken: Cycle lanes replace fake cycle tracks


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In wenigen Tagen können Radler an den Hamburger Landungsbrücken aufatmen. Die benutzungspflichtigen Fakeradwege zu beiden Seiten, die durch Bushaltestellen und Touristen erheblich eingeschränkt waren, sind Geschichte. Derzeit wird der Radverkehr im Baustellenberich mehr oder minder auf die Fahrbahn geleitet. Nach Abschluß der Bauarbeiten rollen Radler mit weniger Konflikten auf Radspuren vorbei am Gedränge vor einem der bekanntesten Hamburger Wahrzeichen. Die Passage im Verlauf der Veloroute 12 wäre dann - endlich dreizehn Jahre nach Eröffnung dieser Route - radverkehrstauglich und alltagsgerecht und verdient somit auch die Bezeichung "Veloroute".


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Veloroute 12 - alter "Radweg"-Verlauf

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"Veloroute" 12: Früherer Fake-"Radweg"

Es war ein Unding, die Einführung einer unbenutzbaren Veloroute zu verkünden. Velorouten sollten eigentlich die Hauptrouten des Hamburger Radverkehrsnetzes darstellen. Ihre Funktion sollte es sein den Radverkehr zu bündeln, also besonders komfortabel ausgebaut für eine größeren Radverkehrsstrom als üblich. Velorouten wären im Vergleich mit dem Autoverkehr quasi die Bundesstraßen und Ringstraßen. Doch niemand in Hamburg wäre auf die Idee gekommen den Autoverkehr der Ost-West-Straße über das Heiligengeistfeld zu leiten und gleichzeitig regelmäßig den Dom oder Public Viewing dort abzuhalten. Mit dem Umbau der Radverkehrsführung an den Landungsbrücken kann nochmals bestens verdeutlicht werden, welchen niederen Stellenwert der Radverkehr bislang in Hamburg hatte. Selbst Velorouten wurden jahrelang über unbenutzbare Fakeradwege geführt, die - welch ein Hohn - benutzungspflichtig deklariert waren.


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Veloroute 12: Neue Radverkehrsführung aus Richtung Altona

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Veloroute 12: Neue Radverkehrsführung aus Richtung Altona

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Veloroute 12: Neue Radverkehrsführung in Richtung Altona. Die B-Pflicht für den "Radweg" ist aufgehoben, Radler sollen vorerst auf die Fahrbahn ausweichen

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Veloroute 12: Neue Radverkehrsführung in Richtung Altona - der Radweg an der Touristenbushaltestelle wurde schon entfernt

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Veloroute 12: Alte Radverkehrsführung

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Veloroute 12: Alte Radverkehrsführung

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Veloroute 12: Alte Radverkehrsführung

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Veloroute 12: Alte Radverkehrsführung
 
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Pannen gehören selbstverständlich zu jeder Hamburger Baustelle



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26 September, 2014

Gewöhnliche Baustellen

Ordinary road works in Hamburg

Aktualisiert am 27.09.2014
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Tangstedter Landstraße / U Langenhorn Markt: Der b-pflichtige Radweg wird zum Gehweg. Radfahrer sollen zu Fußgängern werden, wenn sie nicht zuvor an geeigneter Stelle auf die Fahrbahn gewechselt sind. Der Radwegzwang ist nichtig, da an der Baustelle keine Radfahrmöglichkeit besteht.

Gewöhnliche Straßenbaustellen bedeuten für Radler den Wechsel vom Radweg auf die Fahrbahn unter Missachtung des Radwegzwangs oder Wechsel der Verkehrsteilnahme: Vom Radfahrer zum Fußgänger. Im Gegensatz zur außergewöhnlichen Baustelle an der Fuhle bestimmt die gewöhnliche Baustelle das Stadtbild. Hier aktuelle Beispiele gewöhnlicher Baustellen.


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Tangstedter Landstraße / U Langenhorn Markt: Absteigen! Übrigens ist an der Baustelle an der Kreuzung Tangstedter Landstraße / Krohnstieg / Gehlengraben schon seit Jahren der Wurm drin. Liegt das etwa am zuständigen PK? [. . . und vor einigen Wochen]

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Poppenbütteler Weg / Lademannbogen: Absteigen auf dem b-pflichtigen Radweg. Wo ist die Aufleitung auf die Fahrbahn?

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Poppenbütteler Weg bei Müssenkoppel: Ende des benutzungspflichtigen "Radwegs": Ab auf die Fahrbahn!

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Poppenbütteler Weg bei Müssenkoppel: Ende des benutzungspflichtigen "Radwegs": Ab auf die Fahrbahn an zuvor geeigneter Stelle. Wo ist die Aufleitung auf die Fahrbahn?

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Vorsetzen - der umgekehrte Fall zum Beispiel Tangstedter Landstraße: Hier gibt es einen Engpass, bei dem der Gehweg verschwindet. Fußgänger dürfen hier aber nicht auf dem Radweg rumlaufen, doch eine wegweisung gibt vor diesen schmalen "Gehweg" neben dem benutzungspflichtigen Radweg zu nutzen. Die Flutschutzanlage zwischen Landungsbrücken und Baumwall ist gesperrt, alle Fußgänger nutzen diesen Bonsaigehweg. Bei schönem Wetter und am Wochenende ist wegen Kampfflaneruen auf dem Radweg kein Radeln möglich, trotz Benutzungszwangs. Radler müssen dann auf die Fahrbahn ausweichen. [Mehr zu dieser Dauerkampfbaustelle . . .
 
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Gehweg bei Vorsetzen und benutzungspflichtiger Zweirichtungsradweg

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Veloroute 1, Feldstraße / Glacischaussee: Obwohl es schon seit Jahren in der Feldstraße keinen Radwegzang mehr gibt, hat es an der Busstelle linksseitig einen befristeten Gehwegradelzwang. Dies schließt allerdings das Befahren der rechten Fahrbahnseite Richtung Neuer Pferdemarkt aus.

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Veloroute 12, Landungsbrücken: Keine gesicherte Aufleitung auf die Fahrbahn

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St. Pauli Hafenstraße / Helgoländer Allee: Unbenutzbarer "Radweg"
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Hoheluftchaussee 145: Radwegende vor Baustelle - alle Radler außer Kinder bis vollendetem zehnten Lebensjahr müssen auf die Fahrbahn


Beim Fahrradklima-Test 2012 vergaben die Hamburger die Note 5,17 für Radverkehrsführungen an Baustellen. Wie wird das Ergebnis für 2014 ausfallen?


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Lessingtunnel erhält Radspuren

Lessingtunnel with cycle lanes


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Der Lessingtunnel zwischen Ottensen und Altona ist alt, dunkel und dreckig. Wegen seines besonderen Charmes wird er gern für Filmaufnahmen als Kulisse genutzt. Bei vielen Radfahrern und Fußgängern ist derTunnel unbeliebt. Am einfachsten radelt es sich auf der Fahrbahn durch den Tunnel. Das geht schnell und unkompliziert. Viele Radler fürchten sich vor der Nutzung der Fahrbahnen. Stattdessen fahren sie auf dem mittig zwischen den Fahrbahnen gelegenen Gehweg durch den Tunnel. Doch zukünftig muss das nicht mehr sein. Die Stadt will den Radlern entgegenkommen.


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Seit letztem Wochenende bis einschließlich dem folgenden Wochenende werden die Fahrbahnen erneuert. Letztes Wochenende erhielt die südliche Fahrbahn Richtung Max-Brauer-Allee eine neue Asphaltdecke. Seitdem hat die Fahrbahn nur noch für eine Autospur Platz, denn für Radfahrer gibt es jetzt einen Radfahrstreifen. Am nächsten Wochenende wird die nördliche Fahrbahn erneuert. Hoffentlich profitieren auch dabei die Radler. Die überbreiten Fahrspuren ermöglichten bislang den zweispurigen Verkehr für Pkws. Am Ende der Fahrspuren müssen die Abbiegebeziehungen berücksichtigt werden. Daher werden Radspuren nicht auf voller Tunnellänge durchgezogen. Radler kommen aber mit Hilfe der neuen Radspur ein gutes Stück am Autostau vor der Ampel vorbei.


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