28 September, 2016

Hamburg: Umbau des Klostersterns soll nächste Woche beginnen

Hamburg: Renewal of roundabout Klosterstern going to start next week


Bildquelle: LSBG


Der Umbau des Kreisverkehrs am Klosterstern und der anliegenden Straßen Eppendorfer Baum und Rothenbaumchausse soll in der nächsten Woche beginnen.
Vorangegangen war ein mehrstufiges bürgerbeteiligungsverfahren. Laut BWVI sollen alle geäußerten Anregungen und Wünsche berücksichtigt worden, sofern rechtlich und technisch möglich

Wichtigste Neuerung für den Radverkehr: Im Kreisverkehr soll es einen Radfahrstreifen geben. Die bisherigen Radwege sollen zurückgebaut werden. Am Eppendorfer Baum sollen ebenfalls keine "Radwege" mehr zuürckbleiben. Dort sollen Radfahrer später Schutzstreifen erhalten. Auch im an den Klosterstern angrenzenden Abschnitt der Rothenbaumchaussee soll es Veränderungen für den Radverkehr geben. Dort gab es viele keine Radverkehrsanlagen. Teilweise durfte dort auf den vorhandenen Gehwegen bei Schritttempo geradelt werden, trotz beengter Verhältnisse durch Wildparker.

Der LSBG hat die Baumaßnahme unter intensiver Beteiligung der Bürger und Bürgerinnen entwickelt und geplant. Sofern rechtlich und technisch möglich, sind die geäußerten Anregungen und Wünsche berücksichtigt worden. Die Maßnahme wurde den Bezirkspolitikern in verschiedenen Sitzungen vorgestellt, und es wurden sämtliche Träger öffentlicher Belange in die Planung und Umgestaltung einbezogen.

Die Bauarbeiten sollen im Oktober 2017 abgeschlossen sein.


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Kampagne: Zeit für den Mobilwandel

Campaign: Time for changing way of transport




Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) wirbt mit der Kampagne "Zeit für Mobilwandel" für Veränderungen im Mobilitätsverhalten. Neben Beispielen zu Projekten, die das BMUB unterstützt, gibt es auf der Internetseite zur Kampagne zahlreiche Informationen und interessante Animationen.



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27 September, 2016

Paris: Sperrung der Seineuferstraße zunächst für sechs Monate als Verkehrsversuch

Paris: One big step further to the human scale city


Paris, Voie Georges Pompidou - © Stefan Warda


Laut SPIEGEL bleibt der Abschnitt der Seineuferstraße im Pariser Stadtzentrum zunächst für weitere sechs Monate für den MIV gesperrt. Dies habe éine Mehrheit im Pariser Stadtrat gestern beschlossen.

Bürgermeisterin Anne Hidalgo und die Befürworter des Verkehrsexperiments wollen mit der Sperrung des Voie Georges Pompidou den Autoverkehr in der Metropole zurückdrängen, um somit die Luftschadstoffe schrittweise zu senken. Falls das Experiment glückt und die früheren Nutzer der Schnellstraße ihr Verkehrsverhalten ohne weitere Nachteile für die Stadt ändern, könnte Paris mit der Rückgewinnung einer Schnellstraße für die Menschen ein Vorbild für viele Städte der Welt werden, auch für Deutschland.


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25 September, 2016

StVO-Novelle: Kinder jeglichen Alters dürfen Radwege benutzen

Cildren of all ages are now allowed to use cycle tracks
Aktualisiert am 26.09.2016

"Radweg" in Hamburg - © Stefan Warda


Letzten Freitag hatte der Bundesrat eine Änderung der Straßenverkehrs-Ordnung beschlossen. Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr dürfen nun auch Radwege benutzen. Der Bundesrat begründet die Freigabe der Radwege für Kinder, weiles Fußgängern nicht vermittelbar sei, wenn ansonsten begleitende Erwachsene auf dem Gehweg radeln würden.

Durch die Änderungen soll das gelebte und dauerhaft verkehrssichere Verhalten auch rechtlich abgesichert werden. Kinder nutzen auch in jungen Jahren Radwege. Es ist den Fußgängern nicht vermittelbar, wenn Kinder und gegebenenfalls auch deren Aufsichtspersonen neben dem Radweg auf dem Gehweg fahren. So ist es außerdem möglich, bei Gruppen mit unterschiedlich alten Kindern oder mehreren Erwachsenen gemeinsam den Radweg zu benutzen und sich nicht zwischen Radweg und Gehweg aufteilen zu müssen. Beeinträchtigungen von Fußgängern, Kindern und deren Aufsichtspersonen werden hierdurch auf ein Mindestmaß beschränkt.

Pendler, die es eilig haben, benötigen nun noch mehr Geduld, wenn sie schmale "Radwege" benutzen müssen. Für sie dürfte es unangenehm werden, wenn auf den schmalen deutschen "Radwegen" auch noch Kinder mitfahren dürfen. In Dänemark ist es üblich, dass Kinder auf Radwegen fahren. Dort gibt es im Gegensatz zu Deutschland echte Radwege, auf denen der zweispurige Verkehr regulär möglich ist.

Mit der regulären Freigabe der "Radwege" für Kinder dürfte nun nichts mehr im Wege stehen, auch Inlinern, Boardern Scootern, Rollerfahrern und allen anderen Spielgerätenutzern die Benutzung der "Radwege" zu ermöglichen, auch wenn diese dafür wegen Einspurigkeit nicht geeignet sind. Radfahrende Kinder auf schalen "Radwegen" werden sehr wohl zu Beeinträchtigungen für Fußgänger führen, wenn andere Radfahrer die Geduld verlieren und zum Überholen regelwidrig auf Gehwege ausweichen - was bislang ebenfalls schon "gelebtes Verhalten" war. Wenn nicht bald Radwege verbindlich in ausreichender Breite für den zweispurigen Verkehr ausgebaut werden, soll bei der nächsten StVO-Novelle das Gehwegradeln als "gelebtes Verhalten" generell überall erlaubt werden? Die Begründung zur Änderung der StVO kann nur von Politikern verfasst worden sein, die bislang nicht auf deutschen "Radwegen" gefahren sind.


Echter Radweg in Kopenhagen - © Stefan Warda


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Paris: Morgen entscheidet der Stadtrat über die Zukunft der Seineuferstraße

Paris: Tomorrow city council will take a decision on car traffic along river Seine

© Stefan Warda


Nach dem heutigen autofeien Sonntag soll der Stadtrat morgen über die zukünftige Nutzung der Seineuferstraße im Stadtzentrum entscheiden. Wird der etwa drei Kilometer lange Abschnitt der Straße zukünftig dauerhaft für den Autoverkehr gesperrt, oder aber vorerst probeweise für nur sechs Monate? Wird der Autoverkehr, rund 40.000 Fahrzeuge am Tag, im Fall einer Sperrung auf andere Innenstadtstraßen ausweichen, oder werden die Autofahrer auf andere Verkehrsmittel umsteigen? Die Stadt steht vor einer möglicherweise mutigen Entscheidung.


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