28 Juli, 2015

Hamburg im Jahr 1986: Zu viele Bäume

Hamburg back in 1986: To many trees


© hamburgize.com / Stefan Warda


Wie sich die Zeiten ändern: Heute verteidigen Hamburgs Anwohner vehement nahezu jeden Straßenbaum, vor rund dreißig Jahren wurden sie u.a. als Verkehrshindernisse angesehen. Ein Leser im Hamburger Abendblatt machte 1986 seinen Unmut Luft über zu viele Straßenbäume.

Ich finde, es werden zu viele Bäume auf den Fußwegen gepflanzt. Ein Baum nimmt zwei Autos den Parkplatz weg. Außerdem gibt es jetzt auch schon Bäume mitten auf der Straße.

Der Mann hatte wohl nicht ganz unrecht. Und heute?


Hamburg 2015

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http://hamburgize.blogspot.de/2015/03/helm-auf-oder-fakeradwege-weg.html

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Gesetzgeber will Kriterien für Radwegbenutzungspflicht definieren

Definition for mandatory cycle tracks


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Laut einem Artikel der WAZ will die Bundesregierung die StVO novellieren. Die bislang vage definierte Regelung für die Anordnung der Radwegbenutzungspflicht soll näher definiert werden. Bislang hatten Gerichte entschieden, dass die Radwegebenutzungspflicht nur bei einer außergewöhnlichen Gefahrenlage angeordnet werden dürfe.


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Nun wolle Bundesverkehrsministerium Ländern und Kommunen einen Katalog vorlegen, aus dem die konkreten Gefährdungslagen hervorgehen, bei denen die Straßenverkehrsbehörden den Radwegezwang anordnen dürfen. Werden dadurch Möglichkeiten geschaffen bei unbenutzbaren "Radwegen" Fahrbahnbenutzungsverbote auszusprechen? Kommt dieser neue Katalog auf den Prüfstand vor Gericht?


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Außerdem will das Bundesverkehrsministerium Ländern und Kommunen einen Katalog vorlegen, aus dem die konkreten Gefährdungslagen hervorgehen, bei denen die Straßenverkehrsbehörden eine Nutzung der Radwege zur Pflicht machen dürfen.

Bundesregierung will mehr Rechte für Radfahrer durchsetzen | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/politik/bundesregierung-will-mehr-rechte-fuer-radfahrer-durchsetzen-id10924902.html#plx1045723591

Außerdem will das Bundesverkehrsministerium Ländern und Kommunen einen Katalog vorlegen, aus dem die konkreten Gefährdungslagen hervorgehen, bei denen die Straßenverkehrsbehörden eine Nutzung der Radwege zur Pflicht machen dürfen.

Bundesregierung will mehr Rechte für Radfahrer durchsetzen | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/politik/bundesregierung-will-mehr-rechte-fuer-radfahrer-durchsetzen-id10924902.html#plx1045723591

26 Juli, 2015

Bergedorfer Zeitung: Radweg Holtenklinker Straße soll angeblich 5,1 Meter breit sein

Bergedorfer Zeitung: Cycle track along Holtenklinker Straße should hae a width of 5.1 meter
Aktualisiert um 15:04

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Laut Bergedorfer Zeitung soll dieser ein Meter breite Radweg 5,1 Meter breit sein.


Bergedorfer Zeitung kann nicht rechnen

Kommt Hamburgs erster Radschnellweg bald nach Bergedorf? Nein, noch nicht. Die Bergedorfer Zeitung macht sich lediglich zum Anwalt gegen den Rad- und Fußverkehr. In einem Artikel "Mega-Radweg verhindert Hausumbau" macht die Zeitung aus einem ein Meter breiten einen 5,1 Meter breiten Radweg. Damit verfünffacht die BGZ die tatsächliche Radwegbreite. Laut BGZ solle nach einem noch gültigen Bebauungsplan dieser Radweg gar noch auf eine Breite von 9,6 Meter ausgebaut werden.

Das dürfte Hamburgs breiteste Fahrrad-Autobahn werden.

"9,6 Meter breite Fahrrad-Autobahn"

Höchstwahrscheinlich aber soll die südliche Nebenfläche der Straße verbreitert werden, um zusätzlich zum vorhandenen schmalen Radweg und Gehweg auch noch Platz für Stehzeuge vorzuhalten. Denn im Bereich des angeblichen "Mega-Radwegs" ist bislang kein Platz für Stehzeuge vorhanden. Daher ist die Holtenklinker Straße bei Kampfparkern besondern beliebt. Auf der Südseite wird auf dem Gehweg geparkt, wodurch Fußgänger auf den schmalen Radweg ausweichen. Auf der Nordseite wird der schmale Radweg dauerhaft blockiert, weswegen Kampfradler auf den Gehweg vor den Hauseingängen ausweichen. Mit dem populisitschen Artikel biedert sich die BGZ sehr dem Journaillennstil billiger Boulevardzeitungen an.


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11 Juli, 2015

Behnstraße in Altona: Durchbruch für Radler soll endlich wieder kommen

Behnstraße in Altona: Again street should be open for cyclists in both directions


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Vor Jahren schon war die Behnstraße zwischen Königstraße und Mörkenstraße für Radler in beide Richtungen befahrbar. Bei Google Streetview (Stand 2010) ist noch für gewisse Zeit der vorherige Zustand dokumentiert, als der Abschnitt der Behnstraße zwischen Schmarjestraße und Königstraße für den Radverkehr in beide Richtungen eingerichtet war. Später hob das PK21 den Radgegenverkehr ohne einen ersichtlichen Grund auf. Es verblieb jedoch die Einbahnstraßenfreigabe zwischen Schmarjestraße und Mörkenstraße, obwohl dort die Fahrgasse eindeutig schmaler ist.


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Behnstraße / Königstraße: Trotz Tempo 30-Zone ist die Einfahrt für Radler hier verwehrt

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Behnstraße / Königstraße: Eigentlich könnten Radler hier relativ gefahrlos selbst bei Gegenverkehr einfahren

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Die Fahrgasse der Behnstraße zwischen Königstraße und Schmarjestraße ist für den Gegenverkehr ausreichend breit. Zudem sind auf der rechten Seite keine Stehzeuge, zu denen wegen des Doorings ein besonderer Seitenabstand einzuhhalten wäre

hamburgize.com wollte wissen, welche Gründe gegen die Freigabe sprechen könnten, und fragte beim PK21 nach.
 
bitte nennen Sie mir zutreffende und belastbare Gründe, die die Freigabe der Behnstraße für den Radverkehr entgegen der Einbahnrichtung zwischen Königstraße und Schmarjestraße verhindern. Falls sie keine finden, beantrage ich hiermit die Freigabe für den Radverkehr.

Die Straßenverkehrsbehörde beim PK21 behauptete, die Behnstraße sei zu schmal für den Radgegenverkehr.

bei dem von Ihnen nachgefragten Teilstück der Behnstraße sind die erforderlichen Fahrbahnbreiten nicht vorhanden.

Daraufhin überprüfte hamburgize.com die Straßenbreite. Die Fahrgasse zwischen Bordkante und markierten Parkfelder beträgt 3,5 Meter. Die Fahrgasse im Einbahnstraßenteilstück zwischen Mörkenstraße und Schmarjestraße, in dem der Radgegenverkehr zulässig ist, ist dagegen deutlich schmaler. Zwischen beidseitig erlaubtem Parken bleibt eine Fahrgasse von nur drei Metern.


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Behnstraße / Schmarjestraße: Blick in Richtung Norden

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Behnstraße / Schmarjestraße: Blick in den nördlichen Abschnitt, in dem beidseitig Stehzeuge die Fahrgasse säumen. Der Radgegenverkehr ist zugelassen

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Behnstraße / Schmarjestraße: Radgegenverkehr zugelassen

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Behnstraße: Radgegenverkehr zugelassen

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Behnstraße zwischen Mörkenstraße und Schmarjestraße: Die Fahrgasse zwischen den Stehzeugen hat eine Breite von drei Metern, der Radgegenverkehr ist eingerichtet

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Behnstraße: Radgegenverkehr zugelassen

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Behnstraße / Schmarjestraße: Radgegenverkehr zugelassen


hamburgize.com befragte erneut die Straßenverkehrsbehörde.

bitte erklären Sie mir doch, welche Fahrbahnbreiten erforderlich sein müssen. Zwischen Bordkante auf der Ostseite und der Markierungslinie der Parkfelder auf der Westseite beträgt die Fahrgassenbreite 3,5 Meter. Soll das nicht ausreichen? Zudem gibt es in dieser Anordnung für Radler entgegen der Fahrtrichtung der Einbahnstraße keine Konflikte mit parkenden Fahrzeugen, da auf der Ostseite keine Autos stehen.

Wenige Tage später die Antwort des PK21.
die Führung der Radfahrer in der Behnstraße wird von der StVB in Zusammenarbeit mit dem Bezirk Altona noch einmal überprüft.

Bis zu einer möglichen Umsetzung bitte ich Sie um etwas Geduld.

Entweder hatten zwischenzeitlich Mitarbeiter des PK21 sich die Straße vor Ort angesehen - was zuvor ja wohl nicht geschehen war, oder die Mitarbeiter der Straßenbaubehörde des Bezirksamts waren schon von Radfahrern eingeschaltet worden.


Behnstraße zwischen Königstraße und Schmarjestraße: Fahrgassenbreite 3,5 Meter
[Quelle: FHH, Bezirksamt Altona]

Mittlerweile hat der Verkehrsausschuß sich mit dem Thema befasst. Eine Planung sieht vor, vor Aufstellung der Verkehrszeichen für die Einbahnstraßenfreigabe die Parkstände an der Einmündung bei der Königstraße neu anzuordnen. Der geplante Umbau scheint unnötig, denn bislang ist die Einfahrt auch bei wartendem Gegenverkehr vergleichsweise unproblematisch. Mit der Freigabe der Behnstraße als südliche Verlängerung der Altonaer Poststraße für den Radgegenverkehr gibt es endlich wieder eine direkte Radverkehrsverbindung vom südlichen Teil der Altonaer Altstadt zum Einkaufszentrum rund um die Große Bergstraße und dem Postamt.


Behnstraße / Königstraße: Platz für Stehzeuge soll neu angeordnet werden.
Erst danach soll die Freigabe für den Radgegenverkehr erfolgen
[Quelle: FHH, Bezirksamt Altona]



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10 Juli, 2015

Langenhorner Chaussee: Der Gehwegradelzwang kommt

Langenhorner Chaussee: Less "cycle tracks" in Hamburg


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Langenhorner Chaussee: Legalisiertes Parken auf dem Hochbard an bzw. auf schmalen Fakeradwegen

Ab nächster Woche sollen die Umbauarbeiten entlang der Langenhorner Chaussee beginnen. Die bislang unbenutzbaren Fakeradwege sollen rückgebaut werden. Radler sollen demnächst auf Gehwegen radeln. Die Stehzeugflächen auf dem Hochbord sollen in nahezu unveränderter Form beibehalten werden. Ein Sieg für die autogerechte Stadt. Anlass ist die Klage eines Radfahrers gegen die Radwegbenutzungspflicht, für die es bislang keine passenden Radwege gab. Die Umsetzung der LSBG-Planung soll Dienstag beginnen.

Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer erneuert in der Langenhorner Chaussee vom 14. Juli bis Ende Dezember 2015 die Nebenflächen auf einer Länge von ca. 5 km zwischen Erdkampsweg und U-Ochsenzoll.
Der vorhandene Radweg wird zurückgebaut und die Nebenfläche als gemeinsamer Geh- und Radweg umgestaltet. Die Nebenflächen werden in Abschnitten von ca. 100 m nacheinander bearbeitet, so dass jeweils nur kurze Stücke abgesperrt werden müssen.


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